Bestes VPN

Top VPN für 2022: Die besten Anbieter

Fühlen Sie sich manchmal überwacht, wenn Sie online sind? Vielleicht trügt Ihr Gefühl Sie nicht, denn niemand ist heutzutage im Internet völlig privat. Der Wunsch nach Anonymität wächst, und mit ihm ein Markt, der genau das zu bieten verspricht. Die Rede ist von VPN-Diensten. Anbieter von virtuellen privaten Netzwerken (VPN) versprechen sicheres Surfen, Anonymität und Privatsphäre im Internet. Mit einem VPN-Dienst verschleiern Sie Ihre IP-Adresse und verbergen so Ihre wahre Online-Identität.

Der Mantel der Unsichtbarkeit hat aber noch einen weiteren Vorteil. Mit einem VPN können Sie das Geoblocking von Streaming-Diensten umgehen, d.h. künstliche Ländersperren, mit denen Streaming-Dienste die Verfügbarkeit ihrer Inhalte nach ausgewählten Regionen festlegen. Mit dem richtigen VPN-Anbieter können Sie auf die ausländischen Mediatheken von Netflix, Amazon Prime Video & Co. zugreifen und exklusive Filme und Serien sehen, noch bevor sie nach Deutschland kommen. Umgekehrt können Sie im Ausland ohne Einschränkungen deutsches Fernsehen sehen, Sportereignisse im Ausland kostenlos live streamen und vieles mehr.

Was ist ein VPN?

VPN ist die Abkürzung für Virtual Private Network. Ein VPN verschlüsselt den gesamten Datenverkehr in Echtzeit, verbirgt Ihre IP-Adresse - die eindeutige Identifikationsnummer im Internet - vor Dritten und verschleiert so Ihre Online-Identität. Kurz gesagt: Mit einem VPN schützen Sie Ihre digitale Privatsphäre.

Wie ein VPN funktioniert, ist schnell erklärt. Sie erhalten von Ihrem Anbieter eine spezielle Software, die Sie auf Ihrem Gerät (PC, Smartphone, Tablet, etc.) installieren, den sogenannten VPN-Client. Der Client verbindet sich nun mit seinem Gegenstück, dem VPN-Server, und baut einen verschlüsselten Tunnel über das Internet auf, über den der Datenverkehr abgewickelt wird. Die Anbieter stellen entsprechende Server auf der ganzen Welt zur Verfügung. Sie müssen nichts weiter tun, als den gewünschten Standort auszuwählen, den Rest erledigt der VPN-Dienst von alleine.

Die verdeckte Verbindung erschwert es somit Dritten, Ihre Spuren im Internet zu verfolgen und Ihre Daten zu stehlen.

Ein VPN macht Sie nicht völlig anonym

Mit einem VPN sichern Sie sich jedoch keine 100-prozentige Anonymität. Zwar ist es mit einer VPN-Verbindung deutlich schwieriger, Ihre Identität festzustellen, aber in der Regel nicht völlig unmöglich. Denn beim Surfen im Internet fallen an verschiedenen Stellen immer Daten an: Deren Rückverfolgung zu einer bestimmten Person ist immens zeitaufwändig - aber dennoch machbar.

Daten beim Anbieter: Wenn Sie einen verschlüsselten VPN-Zugang nutzen, der im weiteren Verlauf Ihre eigene IP-Adresse austauscht, geben Sie Ihrem Internet-Provider Informationen darüber, wann Sie welchen Dienst nutzen. Auch wenn es nicht möglich ist, nachzuvollziehen, was der Nutzer mit einem VPN im Internet macht, soll es Geheimdienste geben, die misstrauisch werden, nur weil ein Surfer über VPN-Dienste im Netz unterwegs ist - getreu dem Motto: Wer seine Tätigkeit verschleiert, hat etwas zu verbergen.

Daten beim Surfen: Der VPN-Server verschleiert zwar die eindeutige IP-Adresse. Aber es gibt noch viele andere Identifikationsmerkmale, die einzeln weniger eindeutig, aber in Kombination recht tückisch sind. Dazu gehört vor allem das sogenannte OS- und Browser-Fingerprinting. Dabei handelt es sich um Meta-Informationen wie das verwendete Betriebssystem, Browserversionen und -einstellungen sowie Fenstergrößen. Wer solche Daten verschleiern will, braucht zusätzliche Software.

Fast alle Anbieter behaupten, dass sie keine Nutzerdaten speichern. Viele Dienste werben damit, dass sie keine Logdateien speichern. Aus technischer Sicht ist dies kaum möglich und daher unplausibel. Allerdings sind nicht alle gesammelten Daten per se schlecht: Einige Anbieter weisen darauf hin, dass sie zwar Daten wie Zeitstempel oder Bandbreite sammeln, aber nur zu statistischen Zwecken, um ihren Dienst besser verwalten zu können. Auf diese Weise können bestimmte Zugriffsspitzen besser erkannt und die Serverlast besser verteilt werden.

Allgemeine Fragen
Ist VPN kostenlos?
Einige VPN-Anbieter bieten neben dem kostenpflichtigen Abo-Modell auch kostenlose Versionen ihrer VPN-Clients an. Dabei gibt es jedoch einige Dinge zu beachten: Ein kostenloses VPN bietet in der Regel nur eine begrenzte Auswahl an Standorten und hat oft ein begrenztes Datenvolumen pro Monat. Außerdem sind die kostenlosen Dienste meist nicht zum Streaming geeignet, da die VPN-Anbieter die Freischaltfunktionen meist ihren entsprechenden kostenpflichtigen Versionen vorbehalten. Auf der anderen Seite erkennen Streaming-Anbieter verkehrsstarke kostenlose VPN-Server oft als Proxys an.

Ist es illegal, ein VPN zu benutzen?
Nein, VPN-Dienste sind in den meisten Ländern völlig legal. In Deutschland, Europa und den meisten Ländern der Welt gibt es überhaupt keine Probleme, aber in Ländern wie Russland, Irak, Weißrussland und der Türkei ist die Situation anders. Hier sind VPN-Dienste verboten. Informieren Sie sich daher am besten vor Antritt Ihrer Reise, ob die Nutzung eines VPN legal ist. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Handlungen, die an sich schon strafbar sind, wie das illegale Herunterladen von Filmen, auch mit einem VPN strafbar sind.

Wie benutzt man ein VPN?
Die Nutzung eines VPN-Dienstes ist einfach, es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um mehr Anonymität und Privatsphäre im Internet zu gewährleisten. Registrieren Sie sich bei einem VPN-Anbieter Ihrer Wahl und schließen Sie gegebenenfalls ein kostenpflichtiges Abonnement ab, um den vollen Funktionsumfang zu nutzen. Laden Sie die VPN-Software auf Ihr Gerät (PC, Smartphone, Tablet etc.) und melden Sie sich mit Ihren Benutzerdaten bei dem Dienst an. Je nach Anbieter sehen Sie dann eine Liste oder eine Weltkarte mit Serverstandorten. Verbinden Sie sich mit einem Klick oder Fingertipp mit dem gewünschten Standort und stellen Sie eine verschlüsselte Verbindung zum Internet her.

Wozu dient ein Kill Switch?
Der Kill-Switch ist für ein VPN unerlässlich und stellt daher eine Kernfunktion eines VPN-Dienstes dar. Der Kill Switch ist ein Notschalter, der die Internetverbindung automatisch trennt, wenn eine VPN-Verbindung ausfällt oder unterbrochen wird. Ohne diese Schutzeinrichtung ist bei einem Ausfall des VPN die eigene IP-Adresse des Internetanbieters wieder sichtbar - die Anonymität wäre dahin.